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Schloss Nymphenburg

Jedes Jahr am 19. Mai wird der Internationale Tag des Museums gefeiert. Der größte und einer der schönsten Museumsparks Münchens ist das Schloss Nymphenburg. Es zählt zu den großen Königsschlössern Europas und ist heute eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit.

Die Gründung von Schloss Nymphenburg als Sommerresidenz ist der Geburt des langersehnten Thronerben Max Emanuel zu verdanken, der dem bayerischen Kurfürstenpaar Ferdinand Maria und Henriette Adelaide von Savoyen nach zehnjähriger Ehe 1662 geschenkt wurde.

Als Bauplatz war die westlich der Residenzstadt gelegene Hofmark Kemnathen vorgesehen, ein Ort auf freiem Feld, damals zwei Stunden von München entfernt. 1664 wurde mit dem Bau nach Plänen des Oberitalieners Agostino Barelli begonnen, der für München auch die Theatinerkirche entworfen hat. 

Während der Regierungszeit des Kurfürsten Max Emanuel (1680 bis 1726) erhielt Schloss Nymphenburg seine heutigen Dimensionen. Unter Leitung des Hofbaumeisters Henrico Zuccalli entstanden ab 1701 nördlich und südlich des vorhandenen Baukörpers jeweils zwei gestaffelte Pavillons, die durch Galerien mit dem Mittelblock verbunden wurden.

Zu nennen sind vor allem der Architekt Joseph Effner und der Gartenkünstler Dominique Girard. Jedoch erhielten auch einheimische Künstler wichtige Aufträge. Die Ansichten der bayerischen Schlösser in den Galerien fertigte Franz Joachim Beich. Unter den Stuckatoren nahm Johann Baptist Zimmermann den ersten Platz ein. Insgesamt entwickelte sich der Münchner Hof auf diese Weise zu einem Zentrum der Kunst von europäischem Rang.

Zusammen mit dem Pariser Gartenarchitekten Dominique Girard konzipierte Hofbaumeister Joseph Effner um 1715 den Gesamtplan für Nymphenburg, einen Idealplan, nach dem der weitere Ausbau erfolgte.

Einige Räume haben ihre originale Barockdekoration erhalten, andere wurden später im Stil des Rokoko und des Klassizismus umgestaltet und mit Fresken von Zimmermann verziert, die berühmte Schönheitsgalerie mit Porträts von 36 der schönsten europäischen Frauen von Stihler und Lackkabinett mit schwarz und rot lackierten chinesischen Wandpaneelen.
Der Schlosspark Nymphenburg bildet mit dem Schloss eine Einheit und zieht als eine der größten Königsschlösser Europas viele Touristen an.

Trotz des Tages der Museen kostet das Ticket wie gewohnt: 6 Euro.


One Reply to “Schloss Nymphenburg

  1. Einfach unglaublich! Toll gepflegter Park mit vielen historischen Eindrücken gepaart. Man kann hier sowohl Geschichte nachvollziehen als auch einfach entspannen. Toll erhaltene Gebäude und einfach beeindruckender Garten. Wenn man alles besichtigen will, braucht man sicher einen ganzen Tag!

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