Kultur

Polen spendet weitere eine halbe Million US-Dollar für die wirtschaftliche Entwicklung in der Ostukraine

UNDP: Die polnische Regierung und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in der Ukraine haben in Zusammenarbeit mit der ukrainischen Regierung die dritte Phase eines Projekts zur Unterstützung des Unternehmertums unter den von Konflikten betroffenen Menschen im Osten der Ukraine eingeleitet.

Die dritte Phase des Projekts, die mit einem Gesamtbudget von 520.000 US-Dollar dotiert ist, wird weiterhin die Schaffung neuer Arbeitsplätze in den von der Regierung kontrollierten Gebieten der Oblasten Luhansk und Donezk unterstützen und Teil des UN-Programms zur Unterstützung von Wiederaufbau und Friedenskonsolidierung im Osten der Ukraine sein.

Das Projekt zielt darauf ab, die Entwicklung von Unternehmenskompetenzen und die Gewährung von Starthilfen für kleine Start-up-Unternehmen zu unterstützen, Beratungsdienste anzubieten, um die Gründung und/oder Expansion von kleinen und mittleren Unternehmen zu erleichtern, das Unternehmertum durch eine Motivationskampagne zu fördern und den Zugang lokaler Unternehmen zu internationalen Märkten zu erleichtern.

„Ich möchte meine Freude über den Start der dritten Phase des Projekts „Förderung des Unternehmertums unter der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung in der Ukraine“ äußern, sagt Bartosz Cichocki, der polnische Botschafter in der Ukraine. „Die polnische Regierung und das UNDP in der Ukraine arbeiten seit mehreren Jahren weiterhin erfolgreich zusammen. Seit 2015 hat das Projekt eine Reihe konkreter Ergebnisse erzielt und zur Erholung und Belebung der Wirtschafts- und Geschäftsaktivitäten in zwei Oblasten beigetragen, die durch den bewaffneten Konflikt in der Ostukraine schwer beschädigt wurden.

In der Ukraine gibt es heute über 1,5 Millionen Menschen, die intern vertrieben wurden, darunter Frauen, ältere Menschen und Kinder. Die meisten leben in den von der Regierung kontrollierten Gebieten der Oblasten Donezk und Luhansk und stehen vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt, die Mittel zu finden, um für ihre Familien zu sorgen und ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Die Arbeitslosigkeit bleibt eine der größten Herausforderungen für Binnenflüchtlinge und wirkt sich besonders in den von Konflikten betroffenen Gebieten der Ostukraine aus, wo die seit langem bestehenden wirtschaftlichen Probleme durch den bewaffneten Konflikt verschärft wurden. Weitere wirtschaftliche Herausforderungen für die Region sind die beschädigte Infrastruktur, die Unterbrechung der Wirtschaftsbeziehungen und die Zerstörung von Produktionsanlagen.

„Die Errichtung wirtschaftlicher Grundlagen, die Arbeitsplätze und Lebenschancen für die von Konflikten betroffene Bevölkerung schaffen können, bleibt eine vorrangige Aufgabe des UNDP in der Ukraine“, sagt Victor Munteanu, der Leiter des UN-Programms für Wiederaufbau und Friedensförderung. „Ich möchte der polnischen Regierung für ihre starke Partnerschaft und kontinuierliche finanzielle Unterstützung danken, die zur Gründung von fast 160 kleinen Unternehmen und etwa 540 neuen Arbeitsplätzen geführt hat. Die Vielfalt der Bereiche, die vom Stipendienprogramm abgedeckt werden, ist beeindruckend und umfasst die Herstellung von Landmaschinen, die Eröffnung von Ärzte- und Bildungszentren, Bäckereien, Cafés und die Durchführung von Käsewerkstätten.“

Von 2015 bis 2018 stellte die polnische Regierung über 1,9 Millionen US-Dollar für das Projekt „Förderung des Unternehmertums in der konfliktbelasteten Bevölkerung“ zur Verfügung. Allein durch die polnische Hilfe entwickelten rund 600 vom Konflikt betroffene Menschen in den Gebieten Donezk und Luhansk unternehmerische Fähigkeiten, 159 Start-up-Unternehmen wurden unterstützt und 539 neue Arbeitsplätze im Osten der Ukraine geschaffen. Darüber hinaus nahmen 121 Unternehmen an zwei nationalen Wirtschaftsmessen teil und über 200.000 Menschen wurden durch die Kampagne zur Förderung des Unternehmertums erreicht.