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EU stellt der Ukraine 80 Millionen Euro im Kampf gegen Coronavirus bereit

Die Europäische Union hat der Ukraine 80 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um das Coronavirus zu bekämpfen, berichtet die EU-Mission in der Ukraine auf ihrer Website.
„Die Ukraine, die weiterhin unter der russischen Aggression und der illegalen Annexion der Krim und Sewastopol leidet, ist ebenfalls in allen Lebensbereichen von der Pandemie betroffen. Die Europäische Union begrüßt die Präventivmaßnahmen, die die ukrainische Regierung als Reaktion auf die Verbreitung von COVID-19 ergriffen hat. Wir erkennen die Komplexität einiger dieser Entscheidungen an“, heißt es in der Erklärung.

Die EU wird die Ukraine in dieser beispiellosen Krise weiterhin unterstützen. Um ihre Auswirkungen auf das Gesundheitssystem, den Alltag der Menschen und die Wirtschaft zu mildern, bereitet die EU eine Reihe von Hilfsmaßnahmen für einzelne Partnerländer sowie für die östliche Nachbarschaftsregion insgesamt vor. Ein erstes Paket für die Ukraine umfasst rund 80 Millionen Euro.

Bei der Vorstellung des Unterstützungspakets äußerte sich der für Nachbarschaft und Erweiterung zuständige Kommissar Olivér Várhelyi: „Wir stehen der Ukraine in diesen äußerst schwierigen Zeiten zur Seite. Mit diesem Unterstützungspaket wollen wir Leben retten und die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit stärken. Wir unterstützen die ukrainische Reaktion auf den erhöhten Bedarf an Gesundheits- und Sozialhilfe sowie den Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen. Wir wissen, dass wir schnell und effizient handeln müssen, um das Handeln der Regierung und der Bürger zu stärken.

Das vorgesehene Unterstützungspaket umfasst Folgendes:

  1. Unterstützung des ukrainischen Gesundheitssystems, u.a. durch einen finanziellen Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ihre Arbeit in der Ukraine.Von den 30 Millionen Euro für die gesamte Region der Östlichen Partnerschaft sind 20 Millionen Euro für die Deckung des dringendsten Bedarfs vorgesehen, darunter Möglichkeiten zum Ankauf der notwendigen medizinischen Versorgung und Ausrüstung sowie zur Stärkung der Fähigkeit des Gesundheitssystems, auf den Ausbruch zu reagieren. Die Ukraine wird auch von einer neuen EU-Initiative für Gesundheitssicherheit profitieren, die Maßnahmen zum Aufbau von Kapazitäten für die Vorbereitung von Epidemiologen und Gesundheitspersonal an vorderster Front sowie die Beratung von Spezialisten des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) vorsieht. Darüber hinaus prüft die EU zusammen mit dem ukrainischen Gesundheitsministerium, wie der Aufbau von Kapazitäten zur Stärkung der Krisenmanagementmechanismen des Ministeriums unterstützt werden kann.
  2. Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft, insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), durch Bereitstellung von Finanzmitteln, auch über internationale Finanzinstitutionen (IFI). Die EU arbeitet bereits mit den IFI und den einschlägigen Finanzinstitutionen der EU-Mitgliedstaaten als TEAM EUROPE zusammen, um die Inanspruchnahme und Verstärkung bestehender Kreditlinien und Unterstützungsprogramme für KMU, Selbständige und andere Wirtschaftsakteure zu erleichtern, zu vereinfachen und zu beschleunigen.
  3. Unterstützung der Menschen, die am stärksten von der Krise betroffen sind, in Zusammenarbeit mit den Partnern der Zivilgesellschaft.