Vergangene Ereignisse

Die Wahrheit über Stalins Hungersnot

Berlinale: Der Film „Mr. Jones“ basiert auf den Berichten eines Journalisten über die Hungersnot in der Sowjetunion.
Agnieszka Hollands Film „Mr. Jones“ erzählt die Geschichte von Gareth Jones, dessen Besuch in der sowjetischen Teilrepublik Ukraine in 1930er Jahren die Wahrheit über den Hunger-Völkermord in der Ukraine veröffentlicht.Er erlebt die Schrecken einer Hungersnot. „Überall liegen Tote, und überall trifft man auf Schergen des sowjetischen Geheimdiensts, die bemüht sind, keinerlei Nachrichten über die Katastrophe an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Denn Not und Verderben sind Folge von Stalins Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, einer Entscheidung, die einem Massenmord gleichkommt.“- schrieb er. Unterstützt von Ada Brooks, einer Reporterin der New York Times, gelingt es ihm, die erschütternden Nachrichten im Westen zu verbreiten und seinen mächtigen Kontrahenten, den Stalin-Freund und Pulitzer-Preisträger Walter Duranty, in die Schranken zu weisen. 
Gedreht in Polen, Schottland und an Originalschauplätzen in der Ukraine, erinnert Agnieszka Hollands Film an den legendären Journalisten Gareth Jones (1905–1935), der sich heftigen Widerständen zum Trotz nicht von der Wahrheit abbringen ließ.
Mr. Jones war eine der Highlights der Berlinale, und Agnieszka Holland zeigte einen spannenden Story und einer der „vergessenen Katastrophen“ des 20. Jahrhunderts.