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Die Auer Dult in München: Feiern mit Tradition

Die Dultsaison ist für dieses Jahr vorbei. Die Dult findet dreimal jährlich auf dem Mariahilfplatz im östlich/rechts der Isar gelegenem Stadtviertel Au statt und dauert neun Tage. Die erste Dult des Jahres, die sogenannte Maidult, beginnt am Samstag vor dem 1. Mai. Die Jakobidult beginnt am Samstag nach Jakobi (25. Juli), und die Kirchweihdult beginnt am Samstag vor Kirchweih (dritter Sonntag im Oktober). Jährlich besuchen etwa 300.000 Personen die Auer Dult.

Der typische Münchner Markt mit Volksfestgaudi hat eine lange Tradition. 1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor der Vorstadt Au das Recht, zwei Mal im Jahr einen Jahrmarkt abzuhalten. Seither gibt es die Auer Dulten. Die älteste der drei Dulten, die Jakobidult, wurde bereits 1310 im Satzungsbuch der Stadt erwähnt und kam 1905 auf den Mariahilfplatz.

Ursprünglich bedeutete der Name „tult“ oder „Dult“ Kirchenfest. Im Laufe der Zeit veränderte das Wort seine Bedeutung und stand für „Jahrmarkt“.

Etwa dreihundert Händler und Schausteller beteiligen sich an der Auer Dult, die inzwischen nicht nur Markt, sondern auch Volksfest ist. Neben dem Bereich der Standl befinden sich nostalgische Fahrgeschäfte. Dazu zählen ein Kettenkarussell, Kinderkarussells, eine Schiffschaukel, ein Autoscooter und Schießbuden.

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Die Dult gilt als größter Geschirrmarkt Europas. Das Angebot reicht von Weißgeschirr über Bunzlauer Keramik und Porzellan von großen Manufakturen bis hin zu modernen Design von jungen Keramikern. Hier lässt sich Ersatz für die zerbrochene Zuckerdose des Hochzeitsservices erstehen, Studenten finden eine günstige Grundausstattung für die WG.