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Deutsche Hilfe gegen Waldbrände rund um Tschernobyl

Im Auftrag der Bundesregierung übergab die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Spezialmaterial zur Eindämmung der Waldbrände rund um das ehemalige sowjetische Atomkraftwerk Tschernobyl an den ukrainischen Katastrophenschutz DSNS. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland berichtet darüber auf ihrer Website.

Die schnelle Hilfe umfasst 80 Dosimeter zur Messung der Radioaktivität und rund 15 km Feuerwehrschläuche.  Zudem läuft die Beschaffung eines speziell für Wald- und Vegetationsbrände ausgestatteten Tanklöschfahrzeugs. Die Hilfe hat einen Wert von 230.000 Euro.

„Wir sind froh zu hören, dass die Eindämmung der Brände Dank des großen Einsatzes des ukrainischen Katastrophenschutzes erfolgreich verläuft“, sagte Anka Feldhusen, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine. „Um die tapferen Feuerwehrleute in ihrem Kampf zu unterstützen und abzusichern, haben wir schnell reagiert und in Absprache mit dem ukrainischen Katastrophenschutz Dosimeter, Feuerwehrschläuche und ein Feuerwehrfahrzeug beschafft.“

Die Bundesregierung unterstützt DSNS und das ukrainische Rote Kreuz seit 2015. Seitdem wurden 150 Feuerwehren in 120 Gemeinden neben Trainingsmaßnahmen mit neuer Ausrüstung ausgestattet: Unter anderem wurden 2000 Atemschutzgeräte, 5500 Vollgesichtsmasken, 4100 persönliche Schutzanzüge, 240 Kilometer Feuerwehrschlauch, 50 Wasserpumpen, 60 Tonnen  Schaumlöschmittel, 12 Krankenwagen, 50 Feuerwehrfahrzeuge und jeweils 3500 Paar Feuerwehrhandschuhe, Feuerwehrstiefel und Helme an die Partner übergeben. Durch den Einsatz der technischen Ausrüstung und Beratung ist die Gefahr gesundheitlicher Schäden für die Einsatzkräfte deutlich gesunken. Die Anzahl der Brandopfer verringerte sich seit Beginn der Unterstützung um 30 Prozent.

Zur Bekämpfung von COVID-19 erhielt DSNS in der vergangenen Woche im Auftrag der Bundesregierung Schutzmasken und Schutzanzüge sowie mobile Desinfektionsgeräte im Wert von 175.000 Euro.